Simone Karl

Simone Karl setzt sich in den Medien Installation, Skulptur, Objekt und Collage mit der Widerständigkeit verletzlicher Körper auseinander. Dabei interessiert sie sich besonders für deren Fähigkeit, Spannungen zwischen scheinbar gegensätzlichen Zuständen auszuhalten und zu verschmelzen: Abwehr und Anziehung, Sicherheit und Gefahr, Schutz und Angriff erscheinen nicht als binäre Pole, sondern als ineinander verschränkte Kräfte, aus deren Koexistenz neue, verdichtete, mitunter einladende und zugleich gefährliche Formen hervorgehen. Damit stellen sich die Körper sowohl einer möglichen Bedrohung entgegen als auch einer Zuordnung zur Passivität oder zu vereinfachenden Beschreibungen.

Zentral ist für sie auch die Erforschung existenzieller Affektzustände wie Kontrolle und Kontrollverlust, Verletzung und Widerstand, erotisches Begehren, Angst, Wut und Lust. Diese begreift sie als körperlich-materielle Kräfte, die sich in Material, Form, Oberfläche und Gewicht manifestieren.

Simone Karl (she; her) schloss ihr Studium 2017 mit dem Master of Arts in Hamburg ab. Es folgten Arbeits- und Rechercheaufenthalte in Italien, Polen, Portugal, Spanien, Slowenien und Deutschland. Sie erhielt das Arbeitstipendium stART.up der Claussen-Simon-Stiftung, war Jahresstipendiatin der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn und des Goldbekhof Gastateliers.
Ihre Arbeiten wurden in diversen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Unter anderem: lokal_30 (PL), Goyki3 Art Inkubator (PL), Kunsthaus Erfurt (DE), Kunsthaus Hamburg (DE), Kunstverein Gastgarten (DE), Kunsthalle Wilhelmshaven (DE), Galerie in der Wassermühle Trittau (DE), Michael Cacoyannis Foundation (GR) und Kunstverein Erlangen (DE).