Petra Gell

In meiner künstlerischen Praxis setze ich mich mit Raum, Architektur und gesellschaftlicher Ordnung auseinander. Meine Arbeiten verbinden eine abstrakte, geometrische Formensprache mit tiefgreifender Reflexion über die soziale, politische und materielle Struktur von Räumen in Bezug auf Frauen. Meine Malereien entstehen häufig im Spannungsfeld zwischen architektonischer Struktur und persönlicher Erfahrung. Ich nutze Formen wie Raster, Linien, modulare Fragmente und textile Elemente, um Raum neu zu definieren – nicht nur physisch, sondern auch in seiner sozialen und symbolischen Bedeutung. Ein wesentliches Merkmal ist mein site-specific approach, Arbeiten im direkten Bezug zum jeweiligen Ort in der Auseinandersetzung mit Architektur, Geschichte, Nutzung und Atmosphäre. In einer gesellschafspolitischen Perspektive zu Raumverteilung, Zugänglichkeit, Privatheit vs. Öffentlichkeit oder geschlechtsspezifischer Raumwahrnehmung thematisiere ich die Beziehung zwischen Körper, Raum, Sichtbarkeit, Macht und gesellschaftlicher Ordnung aus weiblicher Sicht.

Petra Gell studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien Malerei und Grafik, Kunst und Gestaltung & Textildesign, sowie an der Università di Roma Sapienza. 

Sie ist Teil des Kurator*innen und Künstler*innenkollektivs SALVE BERLIN, gründete den KünstlerInnenblog ‚MATCHPOINT‘, das Format ‚ARTIST:COACH‘, das Künstlerinnenkollektiv ‚Die 4 Grazien‘ wo sie bis 2017 tätig war. Petra Gell ist Mitglied des Salzburger Kunstvereins, der KünstlerInnenvereinigung MAERZ Linz, des Künstlerhauses Wien sowie im internationalen Frauennetzwerk SALOON. 

Ihre Werke werden national und international ausgestellt. Sie ist in Sammlungen im In- und Ausland vertreten, hat sämtliche Förderstipendien wie zuletzt das Staatsstipendium für Bildende Kunst bekommen.

Als Malerin lebt und arbeitet sie in Wien, meist ortspezifisch und macht in ihrer feministischen Raumpraxis Installationen und Malereien. Im Ausstellungskontext führt sie einen interdisziplinären gesellschaftspolitischen Diskurs.